Hatsuun Jindo" ("Lass die Wolken ziehen, gehe deinen Weg") - Hintergründe des Karate-Do Seit mehr
als vierzig Jahren ist Karate bzw. Karate-Do in Europa als äußerst
harte Form der Selbstverteidigung bekannt und Anfängern dieser Sportart
wird häufig unterstellt, eine Art Schlägertyp zu sein. In
Wirklichkeit ist Karate eine uralte Kampfkunst, die unter chinesischem
Einfluss im Laufe mehrerer Jahrhunderte auf der Insel Okinawa
entwickelt wurde und schließlich in den zwanziger Jahren des vorigen
Jahrhunderts durch Meister Funakoshi
war es auch, der wesentlichen Anteil an der Neudefinition der Inhalte
und Kriterien der Kampfkunst hatte und später den Namen "Karate-Do"
einführte. - Kihon - Kata
-Kumite
Im
klassischen Karate werden, im Unterschied zu vielen anderen
Kampfsportarten, alle Angriffe trotz höchstem Einsatz wenige
Zentimeter vor dem Körper des Gegners abgestoppt. Durch tausendfaches
Üben werden dadurch neben Technik, Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer
auch Körperschulung, Disziplin, Verantwortungsbewusstsein und Achtung
vor dem Leben und der Gesundheit des Mitmenschen entwickelt. Kata und Kumite (als Freikampf) werden auch bei Wettkämpfen praktiziert. Allerdings besteht hier in dem Streben, sichtbare und messbare Leistungen zu erzielen, eine Gefahr für die Entwicklung des Karate. Die Spezialisierung auf jene "eine Technik", die Erfolg verspricht, ein Training, welches nur das umfasst, was "in" oder angenehm ist, führt zu einer Verarmung des Karate und wird auf Dauer nicht zur eigenen Charakterbildung im positiven Sinne beitragen. |
| "Nicht
der Sieg über den Gegner ist das oberste Ziel, sondern richtiges
Verständnis und Gebrauch von Karate sowie die Entfaltung der eigenen
Möglichkeiten". (JKA - Japan Karate Association)
(19.08.2008)
|